Insolvenz für Selbständige: Der Neubgeinn

Insolvenz für SelbständigeDie deutsche Insolvenzordnung ermöglicht natürlichen Personen, die eine selbständige Erwerbstätigkeit ausüben, einen wirtschaftlichen Neubeginn, auch mit Fortführung der selbständigen Tätigkeit.

Die Insolvenz für Selbständige und Freiberufler

Dabei ist nicht nur der Erhalt der Selbständigkeit, sondern auch das eigenverantwortliche Weiterführen der Selbständigkeit bereits am Tag der Eröffnung des Insolvenzverfahrens, i.d.R. 4 bis 8 Wochen nach Antragstellung, möglich.

Der Neubeginn binnen weniger Wochen

Grundlage ist § 35 Abs. 2 InsO, die sog. “Freigabe” der selbständigen Tätigkeit aus dem Insolvenzbeschlag.

(2) Übt der Schuldner eine selbstständige Tätigkeit aus oder beabsichtigt er, demnächst eine solche Tätigkeit auszuüben, hat der Insolvenzverwalter ihm gegenüber zu erklären, ob Vermögen aus der selbstständigen Tätigkeit zur Insolvenzmasse gehört und ob Ansprüche aus dieser Tätigkeit im Insolvenzverfahren geltend gemacht werden können. § 295 Abs. 2 gilt entsprechend.

Gerade die kleinen selbständigen Existenzen, die Handwerker, Gewerbetreibende und Freiberufler, lassen sich durch das Instrument der sog. “Freigabe“ nicht nur erhalten, sondern ermöglichen dem Selbständigen wieder den vollen Zugriff auf die zukünftigen Gewinne. Die Befriedigung der Insolvenzgläubiger erfolgt dann nicht durch das Abpfänden zukünftiger Gewinne, sondern durch eine freiwillige Zahlung an den Insolvenzverwalter auf Grundlage des § 295 Abs. 2 InsO

(2) Soweit der Schuldner eine selbständige Tätigkeit ausübt, obliegt es ihm, die Insolvenzgläubiger durch Zahlungen an den Treuhänder so zu stellen, wie wenn er ein angemessenes Dienstverhältnis eingegangen wäre.

Daran sind jedoch einige Voraussetzungen geknüpft. Wir beraten Sie gerne über Ihre Chancen für einen schnellen, wirtschaftlichen  Neubeginn und begleiten Sie von der Antragstellung bis zur Wiedererlangung Ihrer unternehmerischen Freiheit.

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